Aktuelles
Marga und Herbert von der Linden

Marga und Herbert von der Linden

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Hier ist der sehr schön geschriebene Nachruf, von Fritz Schubert, aus der Rheinischen Post Wesel:

https://rp-online.de/nrw/staedte/wesel/wesel-trauert-um-herbert-von-der-linden-87_aid-37917939?utm_source=mail&utm_medium=referral&utm_campaign=share?utm_source=mail&utm_medium=referral&utm_campaign=share

Er hinterlässt seine Frau Marga, drei Kinder und fünf Enkel sowie die Erinnerung an seinen Einsatz für die Hansestadt Wesel am Rhein.

Am 21. April 1931 wurde Herbert von der Linden in Emmerich geboren. Wie wohl für alle Menschen seiner Generation war der Zweite Weltkrieg das prägende Ereignis. Von der Linden engagierte sich danach im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, konnte erst nach der Wende die letzte Ruhestätte seines in Polen gefallenen Vaters besuchen. Pfadfinder blieb er bis zuletzt. Für die SPD saß von der Linden lange im Weseler Rat, war unter anderem Fraktionsvorsitzender. Mit dem städtischen Öffentlichkeitsarbeiter Erich Wolsing erfand Herbert von der Linden das PPP-Stadtfest. Auch seine Liebe zum Wasser, vor allem dem Rhein, führte ihn in Ämter. Von der Linden war lange Vorsitzender des Yacht-Clubs Wesel, unter dessen Führung Wesels Wassersportler unter anderem die Freundschaft zur englischen Partnerstadt Felixstowe festigten. Außerdem zählte er zu den Vätern der Musik- und Kunstschule, pflegte Kontakte im legendären Wanderclub Timbuktu.

Beruflich hatte es den gelernten Speditionskaufmann nach Wesel verschlagen. 1959 kam er zur Weseler Spedition im Stadthafen. In den 70ern führte er zudem mit seiner Frau dort den Hafenladen, ab 1978 den Takelladen an der Baustraße, die Keimzelle des Unternehmens M.u.H. von der Linden. Der heute An der Windmühle im Hafengebiet angesiedelte Familienbetrieb, Spezialist für Bootsbaumaterial und Farben, ist weltweit tätig und stets auf großen Messen vertreten. Bekannt wurden die von der Lindens auch durch den vdl:Verlag, der neben Fachbüchern für den Bootsbau ganz außerwöhnliche Publikationen führt. Zum Beispiel über Robert Baden-Powell, den Gründer der Pfadfinderbewegung, und über bedrohte Minderheiten. Mit seinem Schwager, dem seit mehr als 60 Jahren in Kanada lebenden Fotografen Hans Blohm, hatte Herbert von der Linden eine abenteuerliche Reise durch den Norden des amerikanischen Kontinents unternommen. Blohm machte daraus einen vielbeachteten Bildband über die Inuit.

 

 

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