Wie bekomme ich das beste Resultat bei Klarlackierungen

Wie man mit Klarlacken das beste Ergebnis erzielt

Das Auftragen von Klarlack mag schwierig erscheinen, aber wenn man Zeit für eine gute Vorbehandlung einräumt und genügend Lack aufträgt, kann jeder Bootsbesitzer mit Epifanes-Lack ein perfektes Endergebnis erzielen, das seinen Glanz für lange Zeit schützt und bewahrt.

 

Schritt 1: Lackierschema und Zweck

Entscheiden Sie, was Sie erreichen wollen.  Das Auftragen eines vollständigen Lacksystems auf blankem Holz erfordert mehr Zeit und Aufwand als ein paar Schichten Pflege. Sie müssen sich auch fragen, welche Art von Lackierung Sie erreichen wollen.

Ein Raum, in dem Temperatur und Feuchtigkeit kontrolliert werden können, bietet mehr Möglichkeiten bei der Wahl von Lack und System als in unbeheizten Räumen oder im Freien. Planen Sie die Arbeit im Voraus und arbeiten Sie Schritt für Schritt. Auf diese Weise behalten Sie den Überblick und unerwünschte Überraschungen können vermieden werden.

 

Schritt 2: Wie kann der Zustand bestehender Lacksysteme bestimmt werden?

Ein sorgfältig aufgetragenes Epifanes-Lacksystem mit der empfohlenen Anzahl von Lackschichten behält seinen Glanz über lange Zeit und bietet einen ausgezeichneten UV-Schutz. Bei höherer UV-Bestrahlung (z.B. im Liegebereich) müssen mehr Lackschichten aufgetragen werden. Wenn die Schichtdicke nicht ausreicht, wird das Lacksystem "mager" und bietet weniger langen UV-Schutz.

Die Wartung sollte spätestens dann durchgeführt werden, wenn ein Glanzverlust festgestellt wird. Der Zeitpunkt und das Ausmaß des Glanzverlustes hängen von den Wetter- und atmosphärischen (Umwelt-)Bedingungen ab, denen das Schiff ausgesetzt ist.

Lackierungssysteme können wie folgt bewertet werden:

1.     Bestehende Lacksysteme zeigen nur Glanzverlust.

Unter der Annahme, dass das bestehende Lacksystem nur an Glanz verliert, ansonsten aber intakt ist, gut haftet und keine Risse aufweist, können eine oder mehrere neue Lackschichten auf das gereinigte, entfettete und leicht geschliffene System aufgetragen werden (Papier mit Körnung 280-360).

2.     Vorhandenes Lacksystem ist mager/schlecht; Glanzverlust und leichte Rissbildung

Wenn der vorhandene Lack neben dem Glanzverlust auch leichte Risse aufweist, aber immer noch gut haftet, deutet dies auf eine überfällige Wartung hin. In diesem Fall wird das System so veraltet sein, dass es keinen ausreichenden Schutz bieten kann. In diesen Fällen das Lacksystem mit Epifanes 1-K Spritzverdünnung entfetten und zurückschleifen, bis alle Risse verschwunden sind (Papier mit Körnung 220-280). Dann müssen mindestens 4 neue Lackschichten aufgetragen werden.

3.     Vorhandenes Lacksystem ist in schlechtem Zustand.

Schlechter oder beschädigter Lack muss vollständig entfernt werden. Dies kann durch Grobschleifen oder mit einem Heißluftföhn in Kombination mit einer scharfen (!) Ziehklinge erfolgen. Verwitterte Stellen im Holz können mit Ontweringswater (eventuell erwärmt) behandelt werden, wonach die behandelten Teile sehr sorgfältig mit sauberem Leitungswasser abgespült werden müssen, um die Salze aus dem Holz zu entfernen. Lassen Sie das Holz anschließend gründlich trocknen. Falls erforderlich, kann das blanke Holz mit Epifanes-Mahagonibeize gebeizt werden.

4.     Vorhandenes Lacksystem mit Reparaturstellen

Bei der Reparatur kleinerer Schäden, den so genannten Spot Repairs, werden die beschädigten Teile trichterförmig ausgeschliffen, indem z.B. das Schleifpapier mit dem Griff eines Schraubenziehers gedreht wird. Füllen Sie dann die Reparaturstellen mit mehreren Lackschichten auf. Schleifen Sie dann die gesamte Oberfläche gleichmäßig ab und tragen Sie einen oder mehrere neue Anstriche auf.

Lacksysteme sind UV-empfindlich. Auch Epifanes-Lacksysteme müssen irgendwann gewartet werden. Mindestens einmal im Jahr eine oder mehrere frische Lackschichten auftragen. Die endgültige Anzahl der Wartungsanstriche hängt vom Zustand des Systems ab. Nach dem Reinigen, Entfetten und Schleifen des bestehenden Lacksystems kann Epifanes-Bootslack über fast jeden Ein- und Zweikomponenten-Yacht-Lack, unabhängig von der Marke, aufgetragen werden.

Achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Oberfläche gründlich trocken und frei von Schmutz, Fett, Staub usw. ist. Fasen Sie scharfe Kanten an, damit sie mehr Lack aufnehmen können. Um Feuchtigkeitsaufnahme und Verziehen des Holzes zu verhindern, tragen Sie auch einige Lackschichten auf die Unterseite und die Rückseite des Holzes auf. Auch überhängende Teile oder Teile, an denen Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum verbleibt, sollten mit ausreichender Schichtdicke versehen werden.

 

Schritt 3: Wie Sie zwischen einem Ein-Pack- oder Zwei-Pack-Lack wählen

Ein Einkomponenten-Lack ist lufttrocknend. Es ist für fast jeden leicht anzuwenden und fließt gut unter verschiedenen Arbeitsbedingungen. Massivholzschiffe und insbesondere Niet-, Schnitz- und Falzkonstruktionen sind von Natur aus flexibel. Ein Einkomponentenlack ist elastisch und wird die Wirkung des Holzes sehr gut absorbieren. Sehr geeignet für Holzmasten, Schwerter und die Pinne, Topfdeckel, Blöcke und das Geländer.

Diese Art von Lack trocknet immer mehr aus. Das bedeutet, dass der Lack anfangs relativ weich ist, aber mit der Zeit härter wird.

Ein Zweikomponenten-Polyurethan (PU)-Lack ist chemisch härtend. Obwohl diese Art von Lack härter und haltbarer als der Einkomponentenlack ist, ist er schwieriger aufzutragen. Zweikomponenten-PU-Lack eignet sich hervorragend für stabile Konstruktionen, wie z.B. wasserfest verleimtes Sperrholz und verleimtes Holz.

Aufgrund seiner Härte ist Zweikomponenten-PU-Lack jedoch für die Anwendung auf bearbeitetem Holz oder bearbeiteten Konstruktionen weniger geeignet und wird auf einer flexiblen Oberfläche schließlich reißen.

Die Untergrenze für die Bewitterung von PU-Lacken liegt bei 12°C. und 70% relativer Luftfeuchtigkeit.

Jeder Einkomponenten-Lack kann auf einen vorhandenen Zweikomponenten-Lack aufgetragen werden. Aufgrund des aggressiven Lösungsmittels kann jedoch ein Zweikomponenten-PU-Lack nicht auf einen Einkomponenten-Lack aufgetragen werden.

Sie können nach wie vor eine Kombination der beiden Typen wählen, wobei der Zweikomponenten-Lack mit Zweikomponenten-Lack aufgebaut und mit Einkomponenten-Lack lackiert wird.

 

Schritt 4: Was brauchen Sie bei Lacken?

Bestimmen Sie, wie viel Lack Sie benötigen werden. Denken Sie daran, dass Sie mehrere Schichten auftragen müssen. Achten Sie auch auf eine ausreichende Verdünnung und vergessen Sie Werkzeuge wie Pinsel, Abdeckband, Schleifpapier nicht. Denken Sie auch an Schutzausrüstung für sich selbst, wie z.B. Handschuhe, Masken und Schutzbrillen. Die Reduzierung von Pinseln, Verdünnung und Schleifpapier kann das Endergebnis beeinträchtigen.

 

Schritt 5: Vorbehandlung

Das Holz muss vor dem Lackieren immer fettfrei und trocken (max. 17%) sein. Mahagoni-, Meranti- und harzhaltige Hölzer wie Kiefer und Oregon Pine sollten mit Epifanes Reinigungsverdünnung entfettet werden. Fettige Hölzer wie Teak und Iroco sollten mehrmals mit Epifanes Reinigingverdünner und sauberen Tüchern im Zweituchverfahren entfettet werden. Gut verdunsten lassen. Verwenden Sie kein Wasser!

Schleifen Sie das Holz in einem anschließenden Schleifvorgang mit Trockenschleifpapier von P100 bis P220. Unebenes Holz zunächst mit Trockenschleifpapier P60-80 grob vorschleifen. Schleifen Sie immer in Faserrichtung, entfernen Sie den Schleifstaub und entfetten Sie erneut.

Wie bekomme ich verfärbtes Holz wieder schön?

Für eine warme Färbung des Holzes können 1 bis 3 dünne Schichten Epifanes-Mahagoni- oder Teakbeize aufgetragen werden. Lassen Sie jede Schicht mindestens 2 Stunden trocknen. Um beste Ergebnisse zu erzielen, arbeiten Sie in kleinen Schritten und tragen die Beize mit einem weichen, langhaarigen Pinsel in Richtung der Holzmaserung auf, ohne zu verschütten.  Dann kann jedes Epifanes Ein- oder Zweikomponenten-Lacksystem aufgetragen werden.

 

Schritt 6: Was ist der beste Klarlack?

 

Epifanes Bootslack klar

Hochglänzender, einkomponentiger klassischer Yachtlack auf der Basis von Holzöl/Phenol und Alkydharz. Optimale Fließfähigkeit, sehr hohe Wetter- und Wasserbeständigkeit, hoher konvexer Glanz und lang anhaltende Glanzerhaltung, auch in tropischen Klimazonen. Der eingebaute zusätzliche UV-Filter verhindert eine Verfärbung des Holzes. Die hohe Elastizität verhindert die Rissbildung bei der Bearbeitung von Holz.

Für neue Arbeiten an massivem rohem Holz (Meranti, Mahagoni, Oregonpine) und Verklebung von Holz innen und außen oberhalb der Wasserlinie. Auch zur Pflege bestehender, intakter Ein- und Zweikomponenten-Lacke.

System auf blankem Holz: Für optimale Haftung in der Holzmaserung erste Schicht 50%, zweite Schicht 25% und dritte Schicht 10-15% verdünnen. Dies sind die Imprägnierungsschichten. Darüber befinden sich noch mindestens 4 weitere unverdünnte Lackschichten. Diese sorgen für den notwendigen UV-Schutz. Mehr Schichten geben mehr Tiefe, Glanz und Glanzerhaltung. Zwischen den Lackschichten mit P400 nass leicht anschleifen.

 

Epifanes Hartholzlacköl

Hochglänzender, schützender Einkomponenten-Holzölfirnis auf Alkyd/Holzöl/Phenolharzbasis. Hervorragende Haftung auf entfettetem und geschliffenem Teakholz und anderen fett- und ölhaltigen Hölzern.

Reguliert aufgrund seiner Atmungsaktivität die im Holz vorhandenen Stoffe. Der UV-Filter schützt das Holz vor Verfärbung. Sehr gute Wetter- und Wasserbeständigkeit und lange Haltbarkeit im Freien. Für neue Arbeiten an vorbehandeltem Teakholz, Iroco, Eiche, Mahagoni und Meranti, innen und oberhalb der Wasserlinie. Erhaltung bestehender intakter Öl- sowie Ein- und Zweikomponenten-Lacksysteme unabhängig von der Marke. Auf nicht fettenden Holzarten (Mahagoni und Meranti) die gleiche Anzahl von Anstrichen wie bei einem Bootslack klar beibehalten

System auf blankem Teakholz : Für eine optimale Haftung in der Holzmaserung wird die erste Schicht um 25% verdünnt, darüber liegen mindestens 7 unverdünnte Lackschichten. Diese sorgen für den notwendigen UV-Schutz. Mehr Schichten geben mehr Tiefe, Glanz und Glanzerhaltung. Ein Zwischenschliff ist innerhalb von 72 Stunden nicht erforderlich. Die vorletzte Schicht leicht mit P400 nass schleifen.

 

Epifanes Seidenglanz Klar

Schnell trocknender, abriebfester Einkomponentenlack auf Urethan/Alkydharzbasis. Sehr angenehmer Seidenglanz, guter Verlauf und gute Beständigkeit gegen Wasser und Spritzer von Alkohol und Haushaltschemikalien.

Als seidenglänzende Innenlackierung über Ein- und Zweikomponenten-Hochglanzlacken. Wartung bestehender Ein- und Zweikomponenten-Innensysteme

 

Epifanes Hartholzlacköl Matt

Matter, schnell trocknender, kratz- und abriebfester Einkomponentenlack auf Alkydharzbasis mit UV-Filter. Aufgrund seiner regulierenden Eigenschaften eignet er sich besonders für die Behandlung von Teak, Iroco und anderen fetthaltigen Hölzern. Hat einen schönen Verlauf und ist beständig gegen Wasser und Spritzer von Alkohol und Haushaltschemikalien.

Vorzugsweise zu verwenden auf Holzarbeiten im Innenbereich und eventuell auf Holzarbeiten im Außenbereich als matte Oberfläche über einem Aufbau aus ein- und zweikomponentigem Hochglanzlack, z.B. Epifanes Hartholzlacköl oder Epifanes Bootslack Klar.

 

Epifanes Polyurethan-Yachtlack Hochglanz Klar

Hochglänzender Zweikomponenten-Yachtlack auf Basis von Polyesterharz und Isocyanat. Sehr hohe Außenbeständigkeit, Kratz-, Schlag- und Abriebfestigkeit sowie sehr gute Wetter- und Wasserbeständigkeit. Der eingebaute UV-Filter schützt das Holz optimal vor Verfärbungen.

Für neue Arbeiten an nicht bearbeitetem (verklebtem) Holz, innen und außen oberhalb der Wasserlinie. Als Holzmaserungsspachtel für einen Einkomponenten-Lack. Als UV-Schutzlacksystem über Epoxidharz oder Versiegelung und Verbindungsschicht auf Epoxidharz für Einkomponenten-Lackierungen. Beibehaltung bestehender Zweikomponenten-Lacksysteme unabhängig von der Marke. Mischungsverhältnis nach Gewicht: 2 Teile Basis (A) : 1 Teil Härter (B).

 

Epifanes Polyurethan-Yachtlack Seidenglanz Klar

Harter seidenglänzender Innenlack auf der Basis von Polyesterharz und Isocyanat. Ausgezeichnete Kratz-, Schlag- und Abriebfestigkeit. Angenehmer Seidenglanz und gute Beständigkeit gegen Alkohol und Haushaltschemikalien.

Vorzugsweise im Innenbereich, als seidenglänzendes Finish über Epifanes Polyurethan-Hochglanzlack, Epifanes PP-Lack Extra und Epoxidharz (z.B. West System). Instandhaltung bestehender Zweikomponenten-Innensysteme. Guter aufrühren vor und während des Gebrauchs. Für ein glattes Endergebnis mit einer Nylon- oder kurzfaserigen Rolle auftragen.  Mischungsverhältnis nach Gewicht: 2 Teile Basis (A) : 1 Teil Härter (B).

 

Epifanes PP-Lack Extra

Professioneller, sehr schnell trocknender Zweikomponenten-Hochglanz-Lack und füllende Grundierung auf Alkydharz- und Isocyanatbasis. Hervorragende Kratz-, Schlag-, Abrieb- und Verschleißfestigkeit und dennoch elastisch genug, um die Bewegung von Vollholz zu absorbieren. Gute Beständigkeit gegen Wasser, Alkohol und Haushaltschemikalien.

Grundierlack, Versiegelung und/oder Spachtelanstrich für blankes Holz, innen und außen oberhalb der Wasserlinie. Masten, Pinne, Ruder. Isolierlack für Tropenholz. Innenausbau vieler Holzarten (Vertäfelungen, Küchenmöbel, Arbeitsplatten usw.). Wartung bestehender klarer Zwei-Komponenten-Innensysteme. Mischungsverhältnis in Gewicht und Volumen: 1 Teil Basis (A) : 1 Teil Härter (B).

 

Epifanes Rapidclear - Rapidcoat (Teak-Ton)

UV-schützender Seidenglanzlack auf Basis von Urethan/Alkydharz und UV-Filter.

Diese Lackalternative bietet eine sehr gute Haftung auf allen Holzarten (auch auf fettigen) und betont die natürliche Struktur des Holzes. Aufgrund der schnellen Überstreichzeiten - Ohne Zwischenschliff - und mit einer begrenzten Anzahl notwendiger Schichten - ist Epifanes Rapidclear eine schnelle und effektive Alternative zu traditionellen Lacksystemen.

Für alle Holzarbeiten, drinnen und draußen über Wasser. Als Grund- und Deckanstrich auf allen Holmen, Geländern, Topfdeckeln und anderen Holzarbeiten. Auch als schnell trocknende und farbgebende Grundierung (Epifanes Rapidcoat) für Epifanes Bootslack Klar oder Epifanes Hartholzöllack (nach dem Schleifen mit P220). Beibehaltung der bestehenden Ein- und Zweikomponenten-Lacksysteme unabhängig von der Marke.

 

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